{"id":751,"date":"2023-07-21T19:14:54","date_gmt":"2023-07-21T17:14:54","guid":{"rendered":"https:\/\/auftrab.eu\/?page_id=751"},"modified":"2023-07-21T19:14:54","modified_gmt":"2023-07-21T17:14:54","slug":"die-futter-fibel-tipps-fuer-die-gesunde-pferde-ernaehrung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/die-futter-fibel-tipps-fuer-die-gesunde-pferde-ernaehrung\/","title":{"rendered":"Die Futter-Fibel: Tipps f\u00fcr die gesunde Pferde-Ern\u00e4hrung"},"content":{"rendered":"\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li>Heu aus der Mai-Ernte. Wegen Klimawandel und geringerem Protein-Gehalt Heu mindestens drei Wochen fr\u00fcher als bisher ernten.<\/li>\n\n\n\n<li>Raufutter als Basis, aber nicht 24 Stunden pro Tag. Pferde besch\u00e4ftigen sich 18 Stunden pro Tag mit der Futtersuche, nicht mit dem Fressen.<\/li>\n\n\n\n<li>Allgemeine Heumengen-Empfehlung: 1,5 Prozent Trockensubstanz pro 100 Kilo K\u00f6rpermasse pro Tag. Das bedeutet f\u00fcr ein Pferd mit 600 Kilogramm f\u00fcr den Erhaltungsbedarf 38 bis 40 Kilogramm Gras oder 10 bis 12 Kilo Heu, oder&nbsp; 12 Kilo Heusilage etwas mehr bei Gras-Silage, das mehr Wasser enth\u00e4lt.<\/li>\n\n\n\n<li>Heucobs zuf\u00fcttern, ja, aber nicht die 10 bis 12 Kilo Heu damit ersetzen, au\u00dfer zum Beispiel bei Pferden mit Zahnproblemen<\/li>\n\n\n\n<li>Stroh kann man sehr gut unter das Heu mischen, gerade bei \u00fcbergewichtigeren Tieren. Die Gefahr der Strohkolik besteht nicht, wenn das Pferd gen\u00fcgend Wasser sauft. Bei adip\u00f6sen Pferden Stroheinstreu streichen (ausgenommen nat\u00fcrlich bei tr\u00e4chtigen Stuten oder Pferden, die viel ruhen m\u00fcssen), da sonst die Gewichtsabnahme nicht funktioniert, weil sie weniger Heu mit Strohaufnahme kompensieren. Stroheinstreu in die Futterration einkalkulieren.<\/li>\n\n\n\n<li>Keine \u201ewilden\u201c Kraftfuttermischungen anbieten, am besten alle Produkte von einem Futtermittelproduzenten w\u00e4hlen, der a.) alle notwendigen Spurenelemente oder Vitamine direkt ins Futter mischt oder b.) extra anbietet und nicht seinem Kraftfutter beimischt. Wenn schon mineralisierte oder Vitamin-angereicherte Leckerlis, dann bitte mit dem restlichen Kraftfutter abstimmen.<\/li>\n\n\n\n<li>Wenn ein Pferd nicht \u00fcbergewichtig ist seien der klassische Hafer, Dinkel oder auch Mais und Gerste durchaus ein ad\u00e4quates Kraftfutter, vielleicht auch etwas&nbsp; Luzerne als Proteinspender zuf\u00fcttern. Beim M\u00fcsli auf den Zuckergehalt achten.<\/li>\n\n\n\n<li>Wenn kein gr\u00fcnes Gras zur Verf\u00fcgung steht (etwa im Winter) die Vitamine A, E und D zuf\u00fcttern.<\/li>\n\n\n\n<li>Auf Spuren-Elemente achten: Was Raufutter \u2013 weder Gras noch Heu \u2013 durch den Klimawandel grunds\u00e4tzlich fehlt sind viele Spurenelemente wie Kupfer, Selen, Zink und Jod. Mangan und Eisen sind in der Regel ausreichend enthalten.<\/li>\n\n\n\n<li>Bei Hitze unbedingt f\u00fcr ausreichend Wasser sorgen (Tr\u00e4nken oft nicht ausreichend). Am besten bei den beliebten Aufenhalts-Orten noch Wasserbottiche aufstellen<\/li>\n\n\n\n<li>Salzleckstein immer anbieten (wenn Wasser zur Verf\u00fcgung steht besteht deshalb keine Gefahr von Verstopfungskolik). Bei stark schwitzenden Pferden extra Speisesalz ins Futter mischen.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00d6le: Pferd haben keine Gallenblase, deshalb auch Hochleistungssportlern und abgemagerten Pferden in Ma\u00dfen zuf\u00fcttern: 120 bis 150 Milliliter pro Tag sind in kleinen Portionen von 20 bis 25 Milliliter bei abgemagerten oder stark beanspruchten Pferden sinnvoll, speziell Lein\u00f6l mit Omega 3-Fetts\u00e4uren. Das eignet sich auch f\u00fcr alte Pferde, Cushing-oder Magen-erkrankten Tieren, da es entz\u00fcndungshemmend ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Kr\u00e4uter: Wer einen Kr\u00e4utergarten hat, sich auskennt und Kr\u00e4uter sammeln geht, kann sie sehr gerne zuf\u00fcttern, Pferde fressen Kr\u00e4uter sehr gerne. Eine gute Heuqualit\u00e4t sollte allerdings Kr\u00e4uter enthalten. Es gebe keine Studien \u00fcber Wechselwirkungen und richtige Dosierungen von Kr\u00e4utern, auch nicht, ob etwa Artischocken- oder Wei\u00dfdornprodukte eine positive Wirkung auf den Leberstoffwechsel haben. Oft kommen die angebotenen getrockneten Kr\u00e4uter aus Indien, was aus \u00f6kologischen Aspekten fraglich ist. Hier kenne man auch durchaus nachhaltige Inhaltsstoffe.<\/li>\n\n\n\n<li>Luzerne\/Eiweis ist nicht so schlecht wie immer noch sein Ruf: Luzerne k\u00f6nne man auch Hufrehe-Pferde und auch adip\u00f6sen Pferden f\u00fcttern. Oft hat die Luzerne sogar einen geringeren Zuckergehalt als Heu<\/li>\n\n\n\n<li>&nbsp;Cushing-Pferde k\u00f6nnen auch grasen, sofern sie medikament\u00f6s eingestellt sind (z.B. mit Prescent) und keine Insulin-Disregulation festgestellt wird (hoher Insulinwert auch in Ruhephasen). So wie Luzerne war auch der Fructan-Gehalt im Gras lang im Gerede, dass sie Insulinreaktionen hervorrufen k\u00f6nnen. Aber auch hier geht es nur um eine bestimmte Gruppe von Fruktanen bzw.&nbsp;wasserl\u00f6slichen Kohlenhydrate.<\/li>\n\n\n\n<li>Je mehr Futterrationen, umso besser. Es gibt auch bereits f\u00fcr Boxen Futterautomaten. Doch selbst Raufutter- und vor allem Kraftfutterautomaten nachts zwischen 22 und 4 Uhr ausschalten (oder alternativ tags\u00fcber in der Mittagshitze), damit die Pferde auch zur Ruhe kommen<\/li>\n\n\n\n<li>Futterberatung ist wichtig! Das machen zum einen die Universit\u00e4ten, aber auch die Futtermittelhersteller bieten oftmals schon eine sehr gute Futterberatung.<\/li>\n\n\n\n<li>Nichts geht \u00fcber Bewegung und die gibt\u00b4s tendenziell mehr im Offenstall. Optimal sind Aktivst\u00e4lle, die die Futteraufnahme mit Bewegung kombinieren.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Quelle: Ingrid Vervuert, Professorin am Institut f\u00fcr Tierern\u00e4hrung, Ern\u00e4hrungssch\u00e4den und Di\u00e4tetik der Veterin\u00e4rmedizinische Fakult\u00e4t Leipzig<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Ingrid Vervuert, Professorin am Institut f\u00fcr Tierern\u00e4hrung, Ern\u00e4hrungssch\u00e4den und Di\u00e4tetik der Veterin\u00e4rmedizinische Fakult\u00e4t Leipzig<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":622,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-751","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","has-thumbnail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=751"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/751\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":752,"href":"https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/751\/revisions\/752"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}