Richtig füttern: Qualität vor Menge!

Extra-Vitamine selten notwendig, Kräuter nicht als Dauergabe

Zehn verschiedene Töpfe im Stall sind gar nicht notwendig, manche Futtermittelzusätze im schlimmsten Fall schädlich. HBD-Futtermittelcoach @AnjaBeifuss warn etwa vor einer Überdosierung von Selen oder Kupfer. In dieser Podcastfolge AUF TRAB beschreibt sie, wie artgerechte und gesunde Fütterung bei Pferden aussehen kann.

Die Basis jeder Pferdernährung ist das Heu, soll heißen mindestens  zwei Kilo Heu pro 100 kg Körpergewicht pro Tagund das möglichst über 24 Stunden verteilt.  Fresspausen von über zwei Stunden sind ungesund, so wie allgemein zu wenig Heu den Magen und die Mikrobiome schädigt.

Das sei auch die Crux an den automatisierten Raufen, die Pferden meist nur 2,5 Stunden Heu zur Verfügung stellen. Der Heumangel lässt sich hier leicht ausrechnen: Pferde fressen rund zwei Kilo Heu pro Stunde – für ein Großpferd sind 2,5 Stunden  Heu fressen somit zu wenig.

Das Mikrobiom von gesunden Pferden könne mit ausreichend Heu  sowohl Vitamin-B-Komplex, als auch Vitamin C undBiotin selbst produzieren, so Anja Beifuss. Zufüttern macht nur Sinn bei Hochleistungssport, kranken Pferden oder Stoffwechselproblemen und da täte es oftmals auch ein günstiges Öl  aus dem Supermarkt.

Mineralstoffe zufüttern sei hingegen unerlässlich, da durchden Klimawandel das Heu nicht mehr die Qualität von früher hat. Bei Mineralstoffen sollte man nicht sparen, sondern zu einem hochwertigen Komplett-Mineralfutter greifen.

Wichtig sind 100 Prozent organisch gebundene Mineralstoffe (Chelate), keine anorganischen Sulfate und Oxide, selbstverständlich keine Zuckerzusätze und keine Getreideanteile.

Was ich persönlich sehr spannend finde ist, dass die Futtermittel-Expertin vor regelmäßige Kräuterfütterung abrät. Zum einen helfen die Kräuter dann im Krankheitsfall nicht mehr. Zum anderen enthalten Kräuter Ätherische Öle, die die Darmschleimhaut reizen und damit die Allergiebereitschaft des Körpers erhöhen.

Gesundheit geht jedenfalls durch den Magen. In diesem Sinne eine AUF TRAB-Podcast-Folge, die ihr nicht verpassen solltet.

Viel Hörvergnügen wünschen Julia Kistner und ihre Welshies.

 Musik- und Soundrechte: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/

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Foto: #AnjaBeifuss/Bearbeitung AUF TRAB