So bringst Du Dein Pferd zum Stoppen

Hacks von Pat Parelli und aus dem Centered Riding

Dein Pferd wird beim Ausritt plötzlich immer schneller. Du hältst die Luft an. Es wird noch schneller. Wie man die Kontrolle zurück gewinnt beschreiben in dieser AUF TRAB Podcast-Folge drei erfahrene Pferdeprofis.

#ElisabethMusil, 3-Stern-Parelli-Instruktorin, betont, dass ein möglicher Notfall schon lange vor dem Ausritt geübt werden sollte. Hilfreich sei den Hals des Pferdes zu einer Seite zu biegen und die Hinterbeine kreuzen zu lassen. So kann DeinPferd nicht nach vorne wegstürmen.

#MartinWimmer, 4-Stern-Parelli-Instruktor erklärt für das „Eindrehen“ des Pferdes die nützlichen Tools von Natural Horseman Pat Parell: den One-Rein-Stop, das seitliche Biegen und den sogenannten Trompetengriff. Dabei geht esum langsame, bewusst ausgeführte Hilfen und um den richtigen Moment zum Nachgeben.

#RosiSchreiber-Jetzinger, staatlich geprüfte Reitlehrerin und Centered-Riding-Ausbildnerin Stufe 3 schwört auf Atemimpulse und innere Bilder: weiteratmen, einen imaginären Fallschirm öffnen und sich vorstellen, ein Buch ins Regal zu stellen – ein Wechselspiel von Zügelannehmen und Nachgeben.

Pat Parelli in Niederösterreich!

Wenn ihr neben Elisabeth und Martin auch #PatParelli höchst persönlich erleben wollt, dann gibt es für Schnellentschlossene dazu eine einmalige Gelegenheit: Am kommenden Dienstag, den 15. September im niederösterreichischen Sonnberg bei Hollabrunnab 9 Uhr. Das Thema des ganztägigen Seminars, an dem übrigens auch ich interessiert teilnehme werde ist sehr passend: „Relationship first“.  Hier geht es zu den Onlinetickets:

https://www.pferdeshop.shop/de/kategorie/events

Viel Hörvergnügen wünschen Euch Julia Kistner und Ihre Welshies, die sich freuen, wenn Ihr den Podcast abonniert und weiterempfiehlt.

So funktioniert die Parelli-Technik beim Durchgehen:     

+ Einen Zügel wählen: Niemals an beiden Zügeln gleichzeitig ziehen – ein panisches oder durchgehendes Pferdlegt sich auf das Gebiss und rennt gegen den Schmerz an.

+ Trompetengriff anwenden: Eine Hand gleitet mit geöffneten Fingern entlang des Zügels weit nach vorne zum Pferdehals (die Handhaltung erinnert an das Greifen einer Trompete).

+ Zügel heranholen & blockieren: Die Finger schließen sich fest um den Zügel, und die Hand wird sanft, aber bestimmt zurück in Richtung Oberschenkel oder Sattelgurt geführt und am Körperfixiert (nicht ruckartig reißen).

+ Hinterhand entkoppeln: Durch den Zug an nur einem Zügel wird der Kopf des Pferdes herumgenommen. Dadurch kreuzendie Hinterbeine (Disengagement der Hinterhand), das Pferd verliert seinen Vorwärtsschub und muss auf einer immer enger werdenden Volte langsamer werden, bis es steht.

Sobald das Pferd auch nur einen Schritt verlangsamt oder anhält, muss der Zügel sofort komplett nachgegeben werden, um das Stehenbleiben zu belohnen.

Typische Fehlerquellen:

+ Zu frühes oder zu spätes Nachgeben: Lässt du zu früh los, lernt das Pferd, sich freizureißen. Lässt du nach dem Anhalten nicht sofort los, erzeugst du Frust und Druck.

+ Gegenhalten mit dem zweiten Zügel: Der zweite Zügel muss komplett durchhängen.Steht er unter Spannung, blockierst du die Biegung und das Pferd rennt geradeaus weiter.

+ Ruckartiges Ziehen: Ein plötzlicher Ruck provoziert Gegendruck oder bringt das Pferd bei höherem Tempo aus dem Gleichgewicht. Der Zug muss flüssig, bestimmt und elastisch aufgebaut werden.

Musik- und Soundrechte: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/

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